::: Business
  » Home
  » Kontakt
  » Messwerterfassung
  » Impressum
  » Schule
  » Mehr Links
  » Mehr Links

::: Privat
  » Home
  » Kontakt
  » Aquarium
  » Fotos von Nici
  » Hochzeit
  » Mehr Links

::: Friends/Partner
  » friend 01
  » friend 02
  » friend 03
  » mehr ...

Der Flusskrebs in meinem Aquarium:

Flußkrebse gehören zu den sogenannten höheren Krebsen (Malacostraca), die die artenreichste Untergruppe der Krebstiere darstellt. Der größte Vertreter ist der bekannte Meeresbewohner der Hummer, der mit einem halben Meter und 8 Kilogramm, ein wahrer Riese gegen den europäischen Edelflusskrebs, mit 15 Zentimeter und rund 150 Gramm, ist. Die kleinsten Vertreter höherer Krebse sind die Garnelen, die sowohl im Salzwasser wie auch im Süsswasser vorkommen. Auch Krabben, Einsiedlerkrebse und Langusten gehören in diese Gruppe. Der im Süsswasser beheimatete Flusskrebs atmet über Kiemen.


Krebs1

Er bewegt sich auf vier Beinpaaren, den sogenannten Schreitfüßen voran und trägt dabei seine mächtigen Scheren voran. Die ersten beiden Schreitfüße enden ebenfals in kleinen Scheren. Zur taktilen und chemischen Orientierung besitzt er zwei paar Antennen und zur Nahrungszerkleinerung drei Paar kauende Mundwerkzeuge. Das markanteste Merkmal sind die zwei großen kräftigen Scheren, die zum Erfassen der Nahrung sowie als Waffe dienen können. Trotz seiner Vielgliedrigkeit vermag der Krebs mit seinen Scheren nicht auf den Rücken zu greifen. Um nicht verletzt zu werden, ergreift man deswegen Krebse am besten am Rückenpanzer. Zur optischen Orientierung besitzt er ein Paar gestielte Facettenaugen, dies sind hochkomplexe Sehorgane, die aus mehreren über tausend einzelnen Augen bestehen. Die Stielaugen können unabhängig voneinander nach allen Richtungen bewegt werden. Durch Verschmelzen der Segmente von Kopf und Brust ist das Kopfbruststück geworden an dem sich der Hinterleib, der sogenannte Krebsschwanz, (fälschlicherweise oft auch als Schwanz bezeichnet, hier läuft der Enddarm noch hindurch), anschließt. Unter diesen, abhängig vom Geschlecht der Tiere, sich noch kleine Schwimmfüßchen, zum Anheften der Eier, befinden.

Ich hatte meine erste Begegnung mit einem australischen Flusskrebs in einem Zoofachgeschäft. Dort sah ich diese kleinen Krabbler in einem kleinen Aquarium herumstolzieren. Ich war gleich sehr fasziniert, da ich vorher immer gedacht habe, dass Krebse Salzwassertiere sind. Dies sind zwar die meisten, aber es gibt auch einige Arten von Süßwasserkrebsen. Daraufhin hab ich eines dieser stolzen Flusskrebs-Exemplare mit nach Hause genommen.

Krebse häuten sich:

Nach einigen Tagen sah ich morgens ins Aquarium und erschrak sehr, da der Krebs mit dem Bauch nach oben im Aquarium lag - offensichtlich tot. Ich stürzte näher zum Becken hin, um den Schrecken aus nächster Nähe zu betrachten. Der Krebs schien auf den ersten Blick wirklich verstorben zu sein. Noch nicht vom Schock erholt saß ich deprimiert vor dem Becken. Auf einmal kam aus der Wurzel putzmunter der Krebs hervor. Erst zu diesem Zeitpunkt dämmerte es mir. Natürlich: Krebse häuten sich, um zu wachsen. Dazu streifen sie die Haut ab. Die Häutung der Tiere wird hormonal gesteuert. Zur Häutung gehört die Ausbildung eines neuen Panzers unter dem alten. Dem alten Panzer wird viel Chitin (ein Polysaccharid, das die Hülle aller Insekten und der Krebse ausmacht) und Kalk entzogen. Unter Einfluss des Häutungshormones Ecdysons, streift der Krebs die alte Haut ab, spannt unter viel Wasseraufnahme die neue Haut und wächst in sie hinein, da sie anfangs erst zu groß ist. Der Panzer ist das Skelett der Tiere. Im Gegensatz zu den Wirbeltieren befindet es sich aber nicht wie bei uns innen, sondern außen, und wird deswegen als Exoskelett bezeichnet. Das Wachstum erfolgt in Schüben. Den neu gehäuteten Krebs bezeichnet man auch als Butterkrebs, da er anfangs noch sehr weich ist. Das ändert sich erst durch die Einlagerung von Kalk in die Haut allmählich, so daß daraus ein Panzer wird. Daher versteckt sich der Krebs einige Tage nach der Häutung, da sein Panzer noch weich ist, und sich daher von Gefahren schützen will.

Die Nachzucht:

Ein paar Wochen nach dem Kauf des Krebses zog dieser auf einmal seinen "Schwanz" sehr merkwürdig ein. Bald darauf versteckte er sich dann in einer Höhle unter einer Wurzel und kam nicht mehr heraus. Einige Tage später sah ich unter die Wurzel und entdeckte viele kleine Krebse (nur ein paar Millimeter groß). Diese sind bis jetzt schon ganz schön herangewachsen und die größten von ihnen sind jetzt schon ca. 4 - 5 cm groß. Sie haben alle auch schon ihre rot-braune Färbung. Die meisten der Kleinen wissen schon ganz genau, wann Fütterungszeit ist. Dann kommen sie aus ihren Verstecken (aus den Wurzeln, hinter Steinen, Pflanzen,..) hervor und warten voller Ungeduld bis ich ihnen ihre Futtertablette per Hand reiche (ich nehme die Tablette zwischen zwei Finger. Der Krebs schnappt dann mit seinen Scheren danach und verschwindet dann im Rückwärtsgang wieder in seinem Versteck samt Tablette, damit er bloß nicht mit den anderen teilen muss). Einige der Kleinen sind jetzt auch schon so frech, dass sie bei der Fütterung herauskommen und mit den großen Schilderwelsen (die ca. 15 - 20 cm groß sind) ums Futter zu streiten. Ganz schön frech die kleinen Krebse!

Krebs2

Futter:

Die Krebse mögen eigentlich fast alles an Futter. Ich füttere sie mit Futtertabletten sowie mit Mückenlarven und Rinderherz. Sie fressen auch tote Fische, die man nicht aus dem Wasser entfernt. Sie sind sozusagen die Gesundheitspolizei im Aquarium. Auch habe ich festgestellt, dass die Krebse kleine Schnecken fressen. Sie sorgen also auch dafür, dass diese Schnecken, die sich sehr schnell vermehren, nicht Überhand im Aquarium bekommen.

Fischbesatz im Aquarium:

Neben den Krebsen halte ich in meinem Aquarium noch einige Diskus-Fische. Es ist auch ein Schwarm roter Neons, verschiedene Schilderwelse und Antennenwelse vorhanden.

Haltungsbedingungen und Wasserwerte:

Die Wassertemperatur im Aquarium beträgt ca. 28 - 29°C. Diese ist so hoch wegen den Diskus-Fischen. Anfangs hatte ich Bedenken, ob sich der Krebs bei diesen Temperaturen wohl fühlt, aber wenn er sich vermehrt, dann muss ihm das Klima wohl schon passen. Der pH-Wert im Aquarium beträgt in etwa 7 (wobei ich leicht über Torf filtere). Dabei fühlen sich alle Fische sehr wohl. Die Karbonhärte liegt etwa so zwischen 4 und 7 Grad deutscher Härte, je nach Schwankungen des Leitungswassers. 





© 2005 www.alexander-hutterer.info